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29.01.1028.01.1027.01.10Nachträglich im voraus![]() 26.01.1025.01.10Wikiblüten (3)als heutigen eintrag aus der reihe wikipedia-blüten* darf ich ihnen ein eiland im pazifik präsentieren, Hawaii. und wissen sie, wie die schwarmintelligenz der arbeitslosen lehrerinnen und lehrer bei wikipedia dieses juwel im stillen ozean bezeichnet? Hawaiʻi natürlich. Hawaii also mit einem okina zwischen den beiden i. wobei, okina schreibt man in der deutschen wikipedia natürlich mit einem okina davor. ich schreibe es für uns einmal aus: okinaokina, ich stelle dar ʻokina; wobei das gar nicht leicht ist. ich muss es kopieren, ich weiss ja nicht genau, wie ich ein okinaokina tippe; aber egal, scheissegal. hauptsache okina. und hauptsache niemand kann es schreiben. * zur rubrik wikipedia-blüten siehe auch hier. Wichser_Innender wiener schüler Armin Soyka, kandidat der grünen bei den nächsten wiener landtagswahlen, berichtet über eine broschüre der AKS (Aktion Kritischer SchülerInnen) über sexualität (»Verhütung ist Frauensache, Orgasmus Männersache?«). leider liegt mir dieser sicher wunderbare erguss nicht schriftlich vor, Soyka zitiert aber dankenswerterweise einige passagen ... »Eine Politik, die veralterte Werte und konservative Vorstellungen von Beziehungen vermittelt, wehrt sich gegen den Geist der Gesellschaft – vor allem gegen den der jungen Menschen. Denn Sex macht Spaß.« ganz so veraltet halte ich für meinen teil »konservative vorstellungen von beziehung« - was eine überraschung - natürlich nicht. die erkenntnis, dass sex »Spaß« macht, dürfte die auch junge bevölkerung sogar schon vor drucklegung dieses heftchens verinnerlicht haben. so plusminus, più meno sechstausend jahre vor drucklegung. wir kinder der sechziger etwa haben uns den spass nie nehmen lassen. was stimmt (ich spreche da Soykas gedanken in seinem posting an), wir haben damals in den achtzigern nicht allzuviel über sexualität gesprochen. (ernsthaftes, versteht sich.) wir haben aber jedenfalls ausnehmend gerne und vor allem gut gevögelt. zwar ohne digicam, dafür auch ohne facebook. »Ein Geprahle in der Schulklasse von Seiten der Burschen wie oft und wo sie wichsen ist keine Seltenheit, Mädchen versinken eher im Boden als über Selbstbefriedigung zu sprechen.« genau, das hat mir besonders gut gefallen. und mich über die gnade der frühen geburt freuen lassen, die mich vor diesen hosen, die ihren bund irgendwo unter dem knieansatz haben, bewahrt hat. und vor dem »nicht seltenen wichsgeprahle«, das offenbar, zumindest nach den experten der AKS, unsere schulhöfe dominiert. »Etwa 30 Prozent der Frauen leiden an immer wieder kehrender Frigidität und sexueller Ohnmacht, 10 Prozent sind ihr Leben lang damit geplagt.« schlimm. in der tat schlimm. aber wer denkt an die mehr als 40 prozent der frauen, die an immer wieder kehrendem schnupfen leiden. oder etwa an die 70 prozent der frauen, die nicht frigide sind. genau! ganze 70 prozent gleich, die also keine opferrolle einnehmen können. gleich noch eine broschüre bitte. irgendwas muss sich da ja gendermässig machen lassen. irgendwas. Limited![]() limited edition of two color letterpress prints of the first alphabet of the daily drop cap by Jessica Hische ($ 225). 22.01.10V»At 11:00 a.m., he arose, bathed, and perhaps took a walk around the garden, and took a weak whisky and soda to his study.« from Daily Routines - How writers, artists, and other interesting people organize their days. (Winston Churchill) Inter.net»And that's the key lesson to learn from Twitter being down while people are depending on it for communication: Some needs are too important to put in the hands of any single company. Communicating in real time about emergency information is clearly one of them.« - Don't let Twitter, Facebook, Google be the only game in town by Anil Dash 21.01.1020.01.10Politik»Ich sehe momentan in keiner Partei einen leidenschaftlichen Politiker.« - Ein erbärmliches Schauspiel, interview mit Caspar Einem, Tiroler Tageszeitung Schön ist so ein Ringlspiel»Es mag auch gut sein, dass ich einfach ein sehr anderes Konzept von Freundschaft habe als die meisten anderen Menschen mit Penissen. « aus einem text bei Neon ein im wesentlichen wenig belanger text. mir ist nur was eingefallen dabei: im grunde ist ja alles in ordnung. die welt dreht sich und dreht sich. und dreht sich. und immer, immer wieder kommt das gleiche pferdl daher. gut ist das; zum einen natürlich. gut, sehr gut. ein fortschritt, ein kleiner fortschritt, einer der mir zumindest gefallen tät, wär ja schon, wenn wir das einmal, irgendwann einmal so genetisch, so automatisiert halt, kenn mich da ja nicht aus (so wie etwa das genetisch bedingte und notwendige vorurteil halt), mitgeliefert bekommen. passen sie eigentlich gar nicht auf? der satz da gerade, der ergibt überhaupt keinen sinn. das mitzuliefernde, das fehlt. also das wissen mitgeliefert bekommen, dass sich die welt dreht und dreht. und immer, immer wieder das gleiche pferdl daher kommt. das wär schon was. das tät mir gefallen. (nicht so eine gegenderte dummenwelt, nicht so eine geschlechtslose gesellschaft. das würd mir weniger gefallen. aber das nur am rande.) aber dieses wissen. das wär was. dann könnten wir, sie und ich können das heute auch schon, aber wir, sie und ich und die anderen halt. die anderen, mein gott die anderen. es sind ja immer die anderen. immer. und was die sind, mein gott. hach. wo waren wir? genau. dieses wissen, dieses (dann) vererbte wissen, das würde dialog wieder ermöglichen. das würde nicht nur die solchenen mit den solchenen und die welchenen mit den welchenen miteinander reden lassen. das würde uns miteinander reden lassen. gelassen miteinander reden lassen. irgendwie hab ich jetzt den eindruck, mich verzettelt zu haben. naja, ist auch egal. dreht sich. und dreht sich. und im grunde ist ja alles in ordnung. oder doch nicht ... Help»Die Amerikaner können sich noch so anstrengen: der europäische Antiamerikanismus ist nicht auszurotten.« - Haiti und der Imperialismus von Andreas Unterberger 19.01.10Reaktion»Der Radfahrer begann zu schimpfen. Er rief sinngemäß, dass ich ein Depp sei. Er sah, wie soll ich das jetzt ausdrücken, alternativ aus. Ich selber bin ja reaktionär.« - Über Nazi-Vergleiche von Harald Martenstein, Die Zeit 3/10 den Martenstein hab ich ja erst heute gelesen. gut, die ganze zeit erst heute erstanden. toll ist er jedenfalls wieder. den Anton Pelinka - im sowieso zu vernachlässigenden österreichteil - werd ich mir wohl nicht antun. allein der letzte satz (Die Gefahr heißt nicht Strache - die Gefahr heißt "Strache light" in Gestalt von SPÖ und ÖVP) lässt tief genug blicken. Ismen»In diesem historischen Versagen einer Öffentlichkeit, die nicht mehr an ihre Fundamente glaubt, mag einer der Gründe für die unerhörte Massivität der Attacken gegen Broder und all die anderen "Fundamentalisten der Aufklärung" liegen. Schuldbewusstsein schweißt zusammen. Der Karikaturenstreit war eine Zäsur in der Geschichte der Medien. Er war zwar noch von einer Zeitung ausgelöst worden, aber die allermeisten anderen Zeitungen dieser Welt – und auch die allermeisten Fernsehanstalten – nahmen den Impuls nicht mehr auf.« - Das Behagen an der Unkultur von Thierry Chervel, perlentaucher Deutsche Sprachedie wiener industriellenvereinigung bzw. deren präsident Georg Kapsch begrüßt in einer aussendung prinzipiell den nationalen aktionsplan für integration (der regierung; nehme ich an). einen kritikpunkt der iv darf ich dabei herausheben. es wird darauf hingewiesen, dass es nicht darum gehe, »deutsch bei ankunft zu können«, sondern um »den willen, deutsch zu lernen«. eine durchaus berechtigte sichtweise, die gehör finden sollte. lustig nur, dass die sprachkenntnisse der iv nicht ausreichen, diesen sachverhalt in einem dem text vorangestellten lead, sinngemäss und unmissverständlich zusammenzufassen. dort lautet es »Nationaler Aktionsplan prinzipiell zu begrüßen – Beherrschen der deutschen Sprache darf kein Hindernis für qualifizierte Zuwandernde werden«. ich denke, niemand wird auf die idee kommen, das beherrschen der deutschen sprache als hindernis für zuwanderung auszulegen. Neues Jahr (IV.)![]() 18.01.10WISOdie grossartige zett-deeff-sendung WISO hab ich eben gesehen. da wurden etwa reisebüros getestet. eine vierköpfige familie wollte zwei wochen nach mallorca. (es wurde viel verglichen, sukkus: man muss vergleichen. keine wirklich ganz neue botschaft.) lustig dabei der vorwurfsvolle ton, in der von einer reisebüroangestellten berichtet wurde, die sogar dazu riet, man möge doch vielleicht die länge des urlaubs überdenken, wenn man weniger geld ausgeben wollte. unerhört! wie kann man denn sowas vorschlagen? weniger urlaub! sparen! das kann ja nicht deren ernst sein. besonders dankbar bin ich dann für den beitrag über bundesdeutsche krankenanstaltenbetreiber gewesen, deren verantwortungsvoller umgang mit (öffentlichen) finanziellen mitteln dargestellt wurde. zwar war der moderator - mir vollkommen unverständlicherweise - beinah erbost darob, dass diese von den die patienten in ihren zimmern anrufenden (mittels einer jedem geschäftsfähigen als solche erkennbaren mehrwertnummer) angehörigen einen beitrag für die (immens hohen) investitionskosten einer nebenstellenanlage in jedes krankenzimmer einheben. vollkommen vergessen hat die WISO-redaktion offenbar auf eine, mitte der neunziger jahre die deutschsprachigen lande überschwemmende technologie, das sogenannte mobiltelefon (für das in manchen kreisen - gut, das weiss ich vor allem vom Peter Zwegat - horrende summen monatlich zur seite gelegt werden; ex post gesprochen). wer also muttern, tantchen oder sohnemann im krankenhaus weiss, könnte doch auch am handy anrufen? oder wäre das menschenrechtsverletzend? Tischladen usw.gestern nach dem tatort, eigentlich während des tatorts, war ich verleitet, alle systeme nochmals hochzufahren, um hier festzuhalten, wie schlecht diese gestrige tatortfolge war. kommissarin Blum - bin jetzt zu müde, zu verlinken - hatte zu ermitteln und ihr ausflug ins actionreiche sondereinsatzgenre ist ihr leider sehr, sehr misslungen. (wie mir diese ersten sätze; aber was ich dem tatort verzeih, das werden wir mir noch lange ...) ich hab dann drauf vergessen. dafür ist mir jetzt gerade eingefallen, dass tischladen eben solches passiert ist. vergessen sind diese nämlich. mir fallt auf die schnelle kein eigener oder befreundeter haushalt ein, wo der esstisch eine lade hat. und das ist fast ein bisschen schad. die erinnerung an die tischlade etwa bei meiner oma. wunderbar. die erinnerung natürlich vor allem. so verzaubert kann das gar nicht gewesen sein, was sich da in grossmutters lade hat angesammelt. 17.01.10Operettenballanhaidern [ˈan:haɪ̯dɛʁn] jemanden, etwas: ein thema, eine diskussion (auch eine person), das (die) in einer sozialstruktur an bedeutung zu verlieren bedroht ist (auch an bedeutung verloren hat), durch pejorative bzw. fäkale konnotation gegenständlicher sozialstruktur wieder (bzw. präventiv) mit virtueller, positiv-emotional geladener aktualität aufladen. 16.01.1015.01.1014.01.10Blogsudder gute Thomas Knapp (feuerhaken.org) hat zu einer Blogparade aufgerufen, in der prognosen für das wahljahr 2010 gefragt sind. da mir persönlich - zur stunde, das kann sich natürlich übermorgen geändert haben - eigentlich alle wahlen in diesem jahr recht egal sind, kann ich da nicht wirklich mitmachen. für die landtagswahl in der steiermark wünsch ich mir einen sieg der volkspartei. (was jetzt nicht wirklich als überraschung gewertet werden kann.) und ob ich Heinz Fischer werde wählen, weiss ich auch noch gar nicht. Gerald Bäck (mit neu designtem bäckblog) hat jedenfalls schon mitgemacht. und die einschätzungen von Thomas lesen sie hier. Socialaber vielleicht, also vielleicht hilft uns dieses facebook oder überhaupt das ganze soziale netzwerch dabei, schneller zu erkennen, wie überaus durchschnittlich sich unser aller leben darstellt. weil, also, weil sonst würd mir nichts einfallen, für was das facebook ... Christian freut sich, heute abend ins Konzert zu gehen das etwa? ganz ehrlich, können sie sich vorstellen, dass ich, also ich (oder durchaus auch sie) so einen satz jemals schreiben tät? wo immer auch? ganz was anderes: das da oben rechts aussen, das ist eine uhr. ja, denken sie, natürlich ist das eine uhr. ich schreibs nur auf. weil sie und ich und wir alle überhaupt keine vorstellung jemals haben können, was sie und ich und wir alle sehen, verstehen, erkennen. oder eben nicht. 13.01.10Zeichner, derjetzt können wir Florian Satzinger beim Zeichnen zuschauen. mit seiner »Paperwalker TV Presentation« (Season 1) öffnet er einblicke in die entstehung seiner wunderbaren charaktäre. besser (weil größer) können sie dieses video hier geniessen. mittlerweile ist auch schon folge zwei online. Dybuk»Wie alles in der Welt geht auch die Sozialwissenschaft mit der Mode. Die Einrichtung von Studienfächern wie "Gender Studies", "Holocaust Studies" oder "Medienwissenschaft" entspringt keiner Notwendigkeit, sie reflektiert nur den Zeitgeist, der seinerseits sowohl Alice Schwarzer wie Charlotte Roche eine Nische bietet.« - Sind Muslime die Juden von heute? von Henryk Broder, Welt Online, 13.1.2010 12.01.1001.01.10Neues Jahr (II.)das wars schon wieder. meine lieben warten daheim. ich bin wieder weg. bis bald und alles gute in diesem neuen jahr! Zehn Jahre![]() *** bei der gelegenheit fällt mir ein, dass vorliegendes blog auch schon einige jahre auf dem buckel hat. (und es ist ist, ich schau jetzt gar nicht nach, sicher das erste mal, dass die formulierung »auf dem buckel haben« verwendung findet.) 1998 hab ich ein html-dokument begonnen, welches ich (mit teach-text) regelmässig aktualisierte. seit 1999 ist der name EnlargeYourPen in gebrauch. diese ersten jahre sind leider auf irgendeiner festplatte in meinem büro verstaut wie verstaubt; ich befürchte sogar, die gar nie mehr zu finden. am 1. oktober 2002 ist dann Enlarge 1.5 online gegangen und seit dem 25. 6. schaut es hier so aus, wie es hier ausschaut. das fürs protokoll.
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